Wohnungsbaugesellschaft und ihre Aufgaben
Großstädte in Deutschland sind durch ein starkes Bevölkerungswachstum gekennzeichnet. Entsprechend steigt auch die Nachfrage nach Wohnraum. Wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Wohnung sind, können Sie zwischen einer großen Auswahl an Objekten wählen. Zahlreiche Neubauprojekte werden von sogenannten Wohnungsbaugesellschaften umgesetzt. Das sind Unternehmen, die eigene Neubauten errichten, verwalten, bewirtschaften und vermarkten. Wer also eine neue Wohnung sucht, wendet sich unter der Adresse an die Wohnungsbaugesellschaft. Denn das Hauptbetätigungsfeld von Wohnungsbaugesellschaften ist die Verwaltung der eigenen Mietwohnungen. Darüber hinaus vermieten Wohnungsbaugesellschaften aber auch Gästewohnungen, Gewerberäume, Garagen und Stellplätze sowie Partyräume.
Wohnungsbaugenossenschaften
Der langfristige wirtschaftliche Nutzen für den Mieter liegt in der lebenslangen Nutzungsdauer der Wohnung, die durch den Wohnungsbaugenossenschaftsmietvertrag garantiert wird. Gemessen an der durchschnittlichen Miete in der Region sind Wohnungsgenossenschaften nicht günstiger als private Unternehmen, aber sie repräsentieren eine andere Lebens- und Wirtschaftsweise. Der Mieter ist nicht nur Nutzer, sondern auch Mitglied des Unternehmens und hat somit ein Stimmrecht in der Wohnungsgenossenschaft.
Der Mieter wird jedoch nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und kulturell unterstützt. Die besondere Organisationsstruktur von Wohnungsbaugenossenschaften ermöglicht es, die „Gemeinschaft“ und das Zusammenleben der Mitglieder zu fördern. Wohngenossenschaften sind eine gute Alternative für Mieter, die mit der Wohnsituation gewerblicher Wohnungsunternehmen unzufrieden sind. Vor allem in Städten, in denen Wuchermieten oder Wohnungsnot herrschen.
Wohnungsbaugesellschaften auf dem Vormarsch
Der Wohnungsbau in Deutschland boomt seit vielen Jahren. Spätestens seit die Europäische Zentralbank 2009 den Leitzins gesenkt hat, boomt die Bauwirtschaft. Das spüren auch Wohnungsbaugesellschaften. Laut Amt für Wohnungswesen und Statistik war die Neubauquote zuletzt im Jahr 2004 so hoch wie heute. Zudem profitiert die Wohnungsbaugesellschaft von guten Renditechancen, insbesondere in Ballungsräumen. Dementsprechend werden vor allem in beliebten Städten wie Berlin, Dortmund, Hamburg und Stuttgart immer mehr Wohnungen von Wohnungsbaugesellschaften fertiggestellt.
Wohnungen für jeden Geschmack
Die Anforderungen an ein Eigenheim sind von Person zu Person unterschiedlich. Aufgrund der Vielzahl an Neubauten der HOA ist es jedoch nicht schwer, eine passende Wohnung zu finden. Viele Wohnungsbaugesellschaften sind auf unterschiedliche Zielgruppen spezialisiert. Gerade junge Menschen, die noch studieren oder gerade erst ins Berufsleben starten, sind meist auf günstige Mieten angewiesen. Wohnungsbaugesellschaften haben diesen Bedarf erkannt und dementsprechend „Junges Wohnen“ in ihr Portfolio aufgenommen. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Angebote für Auszubildende und Studenten. Darüber hinaus gibt es Wohnungsbaugesellschaften, die sich um das Wohnen im Alter kümmern. Mit zunehmendem Alter werden bei der Wohnungssuche ganz andere Kriterien wichtig – zum Beispiel muss der Wohnraum barrierefrei gestaltet sein. Der Bereich des Mehrgenerationenwohnens umfasst aber auch Wohnungsbaugesellschaften. So können Senioren, junge Familien und Studenten zusammenleben, ohne auf ihre Ansprüche an Wohnkomfort verzichten zu müssen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Wohnungsgenossenschaft und einer Siedlungsgesellschaft?
In vielen Wohnungsbaugesellschaften in staatlicher, kommunaler und kirchlicher Hand sowie in Wohnungsbaugenossenschaften hat der soziale Gedanke Vorrang. Der Bevölkerung muss bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Viele von ihnen wurden Ende des 19. Jahrhunderts gegründet, vor allem aber war es ein Neuanfang nach 1945, der von einer regelrechten Gründungswelle begleitet wurde. Wohnungsbaugenossenschaften und Genossenschaften sind in ihrer sozialen Grundausrichtung ähnlich, unterscheiden sich jedoch in ihrer Organisation.
Genossenschaftswohnungen können nur Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden; Für Unternehmen ist keine Mitgliedschaft erforderlich. Für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erhalten die Mitglieder Wohnraum im Eigentum der Genossenschaft sowie Wohnraum und kommunale Dienstleistungen. Erwirtschaftet die Genossenschaft einen Überschuss, wird dieser nicht zur Erweiterung, sondern zur Erhaltung des Eigentums verwendet. Sie müssen nicht Mitglied einer Wohnungsbaugesellschaft sein, um in eine Wohnung einziehen zu können.
Innerhalb der Wohnungsbaugesellschaften ist jedoch zwischen staatlichen, kommunalen und kirchlichen Unternehmen einerseits und freien Unternehmen andererseits zu unterscheiden. Nur eine unabhängige Wohnungsbaugesellschaft arbeitet rein kaufmännisch. Gesellschaften öffentlicher oder kirchlicher Trägerschaft rückten den Wohnungsbau in den Vordergrund.
Was eine gute Wohnungsbaugesellschaft in Dortmund Ruhrgebiet ausmacht
Generell sollte bei der Wahl einer Wohnungsbaugesellschaft der Service nicht bei der Anmietung einer Wohnung enden. Das scheint selbstverständlich zu sein, ist aber in der Realität oft nicht der Fall. Eine seriöse Wohnungsbaugesellschaft kümmert sich regelmäßig um das Wohl ihrer Bewohner, indem sie einen kompetenten Hausmeister stellt, Grünanlagen instand hält und notwendige Reparaturen durchführt, ohne die Bewohner zu zwingen. Das Unternehmen mag schon vor der Unterzeichnung des Mietvertrages solide wirken, ein Garant für Qualität ist dies jedoch nicht. Daher werden Mieter vorab gefragt, und sie sollten möglichst viel über den Vermieter erfahren. Hier kann ein Besuch in einer der Einrichtungen des Unternehmens Aufschluss über deren Arbeit geben. Manchmal können Stakeholder auch nützliche Informationen erhalten, indem sie mit Mietern vor Ort sprechen.
